Fehmarnbelt-Tunnel kann den Tourismus ankurbeln
24-05-2018Infrastructure
Einer aktuellen Meinungsumfrage zufolge ist die Mehrheit der Bürger in den dem kommenden Fehmarnbelt-Tunnel am nächsten gelegenenen deutschen, dänischen, schwedischen und norwegischen Regionen der Ansicht, dass der Tourismus von der festen Querung profitieren wird.

Das dänische und deutsche Tourismusgewerbe werden laut einer aktuellen Meinungsumfrage im Zuge der Inbetriebnahme der festen Fehmarnbeltquerung am meisten belohnt. Insbesonders die Dänen sehen die Aussichten positiv: 64 Prozent der Befragten aus den dänischen Regionen Seeland und der Hauptstadtregion glauben, dass der Tourismus in Dänemark vom Fehmarnbelt-Tunnel profitieren wird, während nur 6 Prozent dem nicht zustimmen.

Positiv sind auch die befragten Bürger in Hamburg, Schleswig-Holstein und dem westlichen Schweden. 55 Prozent bzw. 45 Prozent sind sich einig, dass der Fehmarnbelt-Tunnel dem lokalen Tourismus zugute kommen wird.

Für Schleswig-Holstein allein sind rund 57 Prozent darin einig, dass die feste Querung dem Tourismus in Deutschland zugute kommt. Obwohl alle Befragten nur wenige Auswirkungen auf das norwegische Tourismusgewerbe durch die Querung erwarten, ist eine weitaus größere Anzahl von Norwegern der Meinung, dass die feste Verbindung einen generell positiven Effekt haben wird (27 Prozent gegenüber 8 Prozent).

Die Zahlen stimmen mit ähnlichen Umfragen aus den Jahren 2017 und 2016 überein.

 

Femern Survey _figurer _rev 1_2_3_deQuelle: You-Gov online (CAWI) Umfrage in Hamburg, Schleswig-Holstein in Deutschland, Seeland (inkl. Kopenhagen) in Dänemark, Region Skåne, Halland und Västra Götaland in Schweden, Østfold und Åkershus Fylker in Norwegen. Die Daten wurden im Zeitraum vom 23. April bis zum 1. Mai 2018 gesammelt. Die Befragten waren 18+ Jahre alt.

 

Erwarteter Anstieg bei Tourismus und intraregionalem Reiseverkehr

Etwa einer von acht Befragten denkt, dass er oder sie als direkte Folge des Fehmarnbelttunnels auf kurzen Urlaubsreisen öfters nach Deutschland oder Skandinavien reisen würde (Dänen: 14 Prozent; Schweden: 11 Prozent; Deutsche: 11 Prozent; Norweger: 15 Prozent).

Dies könnte auch den kleineren grenzübergreifenden Handel fördern. Ähnliche Zahlen zeigen nämlich, dass insbesonders Dänen, Schweden und Norweger nach der Eröffnung des Fehmarnbelt-Tunnels mehr Geschäfte ausserhalb des eigenen Landes machen, bzw. Einkäufe tätigen werden.

"Der Fehmarnbelt-Tunnel wird nicht nur Teil einer wichtigen Handelsroute sein, sondern er ist auch eine Möglichkeit, die Menschen in den verschiedenen Teilen der Großregion näher zusammen zu bringen. Erfahrungen aus anderen grenzübergreifenden Infrastrukturprojekten wie der Öresundbrücke haben gezeigt, dass mehr Menschen hin und her reisen werden, sobald Sie die Option haben. Das trägt zugleich zu einer stärkeren Gesamtintegration bei," so der Geschaftsführer von STRING, Jacob Vestergaard.

 

Über die Umfrage:

Die Umfrage wurde in Hamburg, Schleswig-Holstein in Deutschland, Seeland, einschließlich Kopenhagen in Dänemark, Region Skåne, Halland und Västra Götaland in Schweden, sowie Østfold und Akershus Fylker (Provinzen) in Norwegen durchgeführt. Die Daten wurden in der Zeit vom 23. April bis 1. Mai 2018 gesammelt. Die Befragten waren über 18 Jahre alt. Alle Interviews wurden online gesammelt (CAWI) und die Ergebnisse wurden gegen die Gesamtbevölkerung in Deutschland, Schweden, Dänemark und Norwegen abgewogen und sind als solche repräsentativ für die genannten Regionen.